Po Straffung (Gesäßlifting): Die operative Lösung bei Hautüberschuss
Nach einem starken Gewichtsverlust oder als Folge des natürlichen Alterungsprozesses kann die Haut am Gesäß an Elastizität verlieren und erschlaffen. Das Ergebnis ist ein hängender, oft flach wirkender Po, der nicht mehr zur neu gewonnenen oder gewünschten Körpersilhouette passt. In diesen Fällen ist die Po Straffung, auch Gesäßlifting oder Glutealstraffung genannt, die chirurgische Methode der Wahl.
Dieser Artikel erklärt Ihnen präzise und umfassend, was eine Po-Straffung ist, für wen sie geeignet ist und was Sie über den Ablauf, die Heilung und insbesondere die Narbenbildung wissen müssen.
- Was ist eine Po Straffung?
- Das entscheidende Missverständnis: Straffung ist nicht Vergrößerung
- Po-Straffung vs. Po-Augmentation: Ein grundlegender Unterschied
- Für wen ist eine Po Straffung ideal?
- Die Operation: Ablauf und Schnittführung
- Risiken und die Bedeutung der richtigen Absicherung
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Po Straffung
Was ist eine Po Straffung?
Die Po Straffung (Gesäßlifting) ist ein operativer Eingriff der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie, dessen primäres Ziel die Entfernung von überschüssiger, schlaffer Haut und die Anhebung des abgesunkenen Gewebes am Gesäß ist.
Dadurch wird die Form des Pos neu konturiert, gestrafft und in eine höhere, jugendlichere Position gebracht.
Po-Straffung vs. Po-Augmentation: Ein grundlegender Unterschied
- Eine Po-Straffung entfernt Gewebe (Haut) und hebt an. Das Ziel ist eine straffere, definiertere Form. Das Volumen kann dabei gleich bleiben oder sogar etwas kleiner wirken.
- Eine Po-Augmentation (z. B. BBL OP, Implantate) fügt Volumen hinzu. Das Ziel ist ein größerer, prallerer Po.
Beide Eingriffe können bei Bedarf kombiniert werden, verfolgen aber grundlegend unterschiedliche Ziele.
Für wen ist eine Po Straffung ideal?
Die Po Straffung ist die richtige Lösung für Patientinnen und Patienten, deren Hauptproblem ein deutlicher Hautüberschuss ist.
Patienten, die sich primär mehr Volumen wünschen, aber keine überschüssige Haut haben, sind in der Regel keine Kandidaten für eine alleinige Po Straffung.
Eine Po-Straffung wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt.
- Anzeichnung: Im Stehen markiert der Chirurg präzise die zu entfernenden Hautareale.
- Schnittführung: Der Schnitt wird meist am oberen Rand des Gesäßes, also an der Übergangszone zum unteren Rücken, in leicht geschwungener Form geführt. Die Narbe liegt in der Regel so, dass sie von Unterwäsche verdeckt werden kann, ist jedoch bei knapper Bademode (z. B. Bikini) oft teilweise sichtbar.
- Entfernung des Hautüberschusses: Der markierte Haut- und Fettgewebsstreifen wird entfernt.
- Anhebung und Verschluss: Die untere Gesäßhaut wird nach oben gezogen, das Gewebe gestrafft und die Wunde sorgfältig in mehreren Schichten vernäht. Oft werden für einige Tage Drainagen eingelegt, um Wundflüssigkeit abzuleiten.
In vielen Fällen wird die Po-Straffung als Teil eines umfassenderen Bodylifts durchgeführt, bei dem auch Bauch, Hüften und Oberschenkel gestrafft werden.
Risiken und die Bedeutung der richtigen Absicherung
Als großer chirurgischer Eingriff birgt die Po-Straffung signifikante Risiken:
- Wundheilungsstörungen: Aufgrund der Spannung und der Lokalisation sind diese häufiger als bei anderen Eingriffen.
- Breite Narbenbildung: Trotz sorgfältigster Nahttechnik kann es zu unschönen, breiten Narben kommen.
- Allgemeine Operationsrisiken wie Infektionen, Nachblutungen oder Thrombosen.
- Asymmetrien im Ergebnis.
Die Behandlung solcher Komplikationen kann aufwendig und teuer sein. Da die Krankenkasse die Kosten für Folgebehandlungen nach ästhetischen Eingriffen oft nicht übernimmt, ist eine Folgekostenversicherung eine essenzielle Absicherung.