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Altersflecken

Sie tauchen meist ab dem 40. Lebensjahr auf und sind für viele ein erstes, sichtbares Zeichen der Hautalterung: Altersflecken. Die bräunlichen Pigmentierungen an Händen, im Gesicht oder am Dekolleté sind in der Regel harmlos, werden aber oft als kosmetisch störend empfunden. Doch bevor man über eine Entfernung nachdenkt, steht eine Frage über allen anderen: Ist der Fleck wirklich harmlos? Und welche Methode ist die sicherste und effektivste, um ihn zu entfernen?

Dieser Ratgeber gibt Ihnen eine fundierte Übersicht. Wir erklären, was Altersflecken sind, warum die ärztliche Abklärung der absolut wichtigste erste Schritt ist, und vergleichen die professionellen Behandlungsmethoden, die Ihnen wirklich helfen.

 

💡 Wichtiger Hinweis: Die auf dieser Seite bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung. Sie ersetzen keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung und Diagnose durch einen qualifizierten Dermatologen. Jede Form der Pigmentflecken-Entfernung darf erst nach einer ärztlichen Abklärung erfolgen. Die Nutzung der hier bereitgestellten Informationen erfolgt auf eigene Gefahr.

Disclaimer
Disclaimer
  • Dieser Artikel dient der reinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Für die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans ist das Gespräch mit einem qualifizierten Facharzt (Dermatologe, Plastischer Chirurg) unerlässlich.
Altersflecken werden behandelt

Was sind Altersflecken (Lentigines solares)?

Altersflecken (medizinisch: Lentigines seniles oder treffender Lentigines solares) sind gutartige, scharf begrenzte Pigmentflecken auf der Haut. 

Sie entstehen durch eine chronische, über Jahrzehnte angesammelte Belastung mit UV-Strahlung. Diese führt zu einer lokalen Vermehrung melaninproduzierender Zellen und Pigmente, die sich in der Oberhaut ansammeln und als brauner Fleck sichtbar werden.

Der wichtigste erste Schritt: Die ärztliche Diagnose

Bevor Sie auch nur über eine kosmetische Entfernung nachdenken, ist dieser Schritt unerlässlich und nicht verhandelbar.

 

💡 Sicherheit geht vor: Zuerst zum Hautarzt!

Ein Laie kann einen harmlosen Altersfleck nicht sicher von einem beginnenden malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) unterscheiden. Jede Pigmentveränderung, die neu auftritt, sich verändert, unregelmäßig geformt oder gefärbt ist, muss von einem Dermatologen untersucht werden. Der Arzt nutzt dafür ein spezielles Auflichtmikroskop (Dermatoskop), um die Struktur des Flecks zu beurteilen und eine Bösartigkeit sicher auszuschließen. Erst nach diesem grünen Licht vom Facharzt darf eine kosmetische Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Mehr zu den medizinischen Hintergründen verschiedener Arten von Pigmentstörungen erfahren Sie in unserem Hauptartikel.

Prävention: Wie Sie neuen Altersflecken vorbeugen

Die beste Behandlung ist die Vorbeugung. Da Altersflecken eine direkte Folge von Sonnenschäden sind, ist konsequenter Sonnenschutz die mit Abstand wirksamste Maßnahme.

Täglicher Sonnenschutz

Verwenden Sie ganzjährig einen Breitband-Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 30, besser 50) auf allen exponierten Hautstellen wie Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken.

Intensive Sonne meiden

Vermeiden Sie die pralle Mittagssonne und schützen Sie sich zusätzlich durch Kleidung und eine Kopfbedeckung.

Professionelle Entfernung: Die 3 besten Methoden im Vergleich

Nachdem ein Hautarzt die Unbedenklichkeit der Flecken bestätigt hat, gibt es mehrere effektive Methoden zur Entfernung. Alle drei hier genannten Verfahren sind zur Behandlung von Altersflecken geeignet, haben aber unterschiedliche Stärken.

Merkmal Lasertherapie IPL-Technologie Chemisches Peeling
Wirkprinzip Hochenergetisches Licht einer einzelnen Wellenlänge Licht mit Breitbandspektrum Chemische Lösung (Säure)
Präzision Sehr hoch: punktgenaue Behandlung einzelner Flecken Mittel: Behandlung größerer, flächiger Areale Gering: flächenhafte Abtragung der Haut
Effektivität Sehr hoch, oft sind nur 1–2 Sitzungen nötig Hoch, meist sind 2–4 Sitzungen erforderlich Gut, jedoch sind mehrere Sitzungen notwendig
Ideal für Klar definierte, einzelne, dunkle Flecken Flächenhafte Rötungen und Pigmentierungen Allgemeine Hautbildverbesserung und feine Falten
Kosten Mittel bis hoch Mittel Gering bis mittel
Altersflecken werden in einer Praxis behandelt

Die Methoden im Detail: Laser, IPL und chemisches Peeling

Lasertherapie (z.B. Rubin-, Alexandritlaser):

Dies ist der Goldstandard für einzelne, klar abgegrenzte Altersflecken. Der Laserstrahl kann millimetergenau auf den Fleck gerichtet werden. Er sendet einen kurzen, hochenergetischen Lichtimpuls aus, der selektiv vom Melanin im Altersfleck absorbiert und in Hitze umgewandelt wird. Diese Hitze „zersprengt“ die Pigmentklumpen, ohne die umgebende, hellere Haut zu schädigen. Die zerkleinerten Pigmentpartikel werden vom Immunsystem abtransportiert. Nach der Behandlung bildet sich eine kleine Kruste, die nach 5-10 Tagen von selbst abfällt.

 

IPL (Intense Pulsed Light):

Die IPL-Technologie ist ideal, wenn Sie in einem größeren Areal (z.B. ganzes Gesicht, Dekolleté) mehrere verstreute Altersflecken und eventuell auch sonnenbedingte Rötungen oder feine Äderchen haben. Das Gerät gibt Lichtimpulse eines breiten Wellenlängenspektrums ab und behandelt so flächiger als ein Laser. Das Licht wird ebenfalls vom Melanin der Altersflecken absorbiert, was zu deren Zerstörung führt. Es sind meist mehrere Sitzungen für ein optimales Ergebnis notwendig.

Chemisches Peeling:

Auch TCA Peeling genannt. Hierbei wird eine Säure (z.B. Trichloressigsäure, TCA) auf die Haut aufgetragen, um die obersten Hautschichten kontrolliert abzuschälen. Mit den alten Hautzellen werden auch die Pigmentansammlungen entfernt. Diese Methode ist weniger zielgenau und eignet sich vor allem, wenn neben den Altersflecken auch eine allgemeine Hautbildverbesserung gewünscht ist.

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Wissen tanken?
In unserem Glossar findest du einfache Erklärungen und hilfreiche Infos – kompakt und verständlich aufbereitet.

Risiken und die Wichtigkeit der Folgekostenversicherung

Auch wenn diese Verfahren bei professioneller Anwendung sehr sicher sind, bestehen Risiken:

  • Pigmentverschiebungen: Die behandelte Stelle kann heller (Hypopigmentierung) oder dunkler (Hyperpigmentierung) als die umgebende Haut werden.
  • Infektionen: Insbesondere nach Laser- oder Peelingbehandlungen, wenn sich Krusten bilden.
  • Narbenbildung: Sehr selten, aber bei unsachgemäßer Behandlung oder schlechter Wundheilung möglich.

Sollte es zu einer behandlungsbedürftigen Komplikation kommen, müssen die Kosten für die Korrektur oft selbst getragen werden. Eine vor dem Eingriff abgeschlossene Folgekostenversicherung kann hier eine wichtige finanzielle Absicherung bieten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Altersflecken

Können Altersflecken von alleine wieder verschwinden?
Altersflecken verschwinden in der Regel nicht von selbst und gelten als dauerhafte Hautveränderung, können sich aber in ihrer Intensität leicht verändern.
Tut die Laserbehandlung weh?
Die Lichtimpulse werden oft als kurzes, heißes Pieksen oder wie ein auf die Haut schnellendes Gummiband beschrieben. Die Behandlung ist kurz und in der Regel ohne Betäubung gut auszuhalten.
Ist das Ergebnis der Entfernung dauerhaft?
Ja, ein erfolgreich entfernter Altersfleck bildet sich an derselben Stelle in der Regel nicht erneut, neue Flecken können jedoch in der Umgebung entstehen.
Was kostet die Entfernung von Altersflecken?
Die Kosten variieren stark. Eine Laser- oder IPL-Sitzung zur Behandlung weniger Flecken beginnt bei ca. 80-200 €. Flächenhafte Behandlungen sind teurer.
Welche Körperstellen können behandelt werden?
Prinzipiell alle. Am häufigsten werden Gesicht, Handrücken, Unterarme und das Dekolleté behandelt.