Nasolabialfalte: Ursachen und moderne Behandlungsmethoden
Die Nasolabialfalte, manchmal auch als „Nasolabialrinne“ bezeichnet, ist die natürliche Linie, die von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln verläuft. Während sie in jungen Jahren meist nur beim Lachen sichtbar ist, kann sie sich mit der Zeit vertiefen und auch im entspannten Zustand präsent sein. Eine stark ausgeprägte Nasolabialfalte kann dem Gesicht einen müden, verhärmten und älteren Ausdruck verleihen.
Dieser Artikel erklärt Ihnen präzise, was die wahren Ursachen für eine tiefe Nasolabialfalte sind und welche modernen, minimal-invasiven Methoden es gibt, um sie effektiv zu behandeln.
- Was ist die Nasolabialfalte?
- Die wahre Ursache und Wirkung der Nasolabialfalte verstehen
- Die primäre Behandlung: Unterspritzung mit Hyaluronsäure
- Mögliche Risiken und die Bedeutung der Absicherung
- Risiken und die Bedeutung der richtigen OP-Absicherung
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Nasolabialfalte
Was ist die Nasolabialfalte?
Die Nasolabialfalte ist eine Weichteilfalte, die beidseits vom Nasenflügel zum Mundwinkel zieht. Sie markiert die natürliche Grenze zwischen der Mund- und der Wangenpartie.
Ihre Vertiefung ist ein klassisches Zeichen der Gesichtsalterung und wird weniger durch eine Faltenbildung in der Haut als vielmehr durch strukturelle Veränderungen unter der Haut verursacht.
1. Volumenverlust: Mit der Zeit bauen sich die tiefen Fettpolster im Wangen- und Jochbeinbereich ab. Auch die knöcherne Struktur des Gesichts verändert sich leicht.
2. Erschlaffung des Gewebes: Das Bindegewebe verliert an Spannkraft.
3. Die Folge (Gravitation): Durch den Verlust der stützenden Strukturen sackt das gesamte Gewebe des Mittelgesichts der Schwerkraft folgend nach unten und vorne. Dieses abgesackte Gewebe „staut“ sich gewissermaßen über der festeren Mundpartie und wirft so die Nasolabialfalte auf.
Die tiefe Nasolabialfalte ist oft nur das Symptom. Die eigentliche Ursache ist das Absacken des Mittelgesichts. Eine moderne, effektive Behandlung zielt daher nicht nur darauf ab, die Falte selbst zu füllen, sondern die stützenden Strukturen darüber wieder aufzubauen.
Die primäre Behandlung: Unterspritzung mit Hyaluronsäure
Die mit Abstand häufigste, sicherste und effektivste Methode zur Behandlung der Nasolabialfalte ist die Unterspritzung mit Hyaluronsäure-Fillern.
Wirkprinzip: Hyaluronsäure ist ein Füllmaterial, das verloren gegangenes Volumen ersetzt. Ein erfahrener Behandler wird dabei oft einen zweistufigen Ansatz verfolgen:
1. Lifting-Effekt: Zuerst wird oft Hyaluronsäure auf den Jochbogen injiziert. Dies stellt das verlorene Volumen in der Wange wieder her und erzeugt einen sanften Lifting-Effekt, der das abgesackte Gewebe anhebt und die Nasolabialfalte von selbst mildert.
2. Feinkorrektur: Anschließend wird, falls noch nötig, eine kleinere Menge weicheren Fillers direkt in die verbliebene Faltentiefe gegeben, um das Ergebnis zu perfektionieren.
Diese Technik führt zu einem besonders natürlichen Ergebnis, da sie die Ursache behandelt und nicht nur das Symptom kaschiert.
• Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse (häufig und temporär)
• Asymmetrien oder unnatürliche Wülste bei falscher Injektionstechnik
• In extrem seltenen Fällen ein Gefäßverschluss, der sofort behandelt werden muss
Da es sich um einen ästhetischen Eingriff handelt, werden die Kosten für die Behandlung von Komplikationen nicht immer von der Krankenkasse übernommen. Eine Folgekostenversicherung bietet finanzielle Sicherheit für den Fall, dass nach Ihrer Behandlung eine medizinisch notwendige Korrektur erforderlich werden sollte.