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Symmastie: Wenn die natürliche Trennung zwischen den Brüsten verloren geht

Ein ästhetisch ansprechendes Dekolleté mit einer natürlich erscheinenden Trennung zwischen den Brüsten ist für viele Patientinnen ein Ziel bei der Brustvergrößerung. In seltenen Fällen kann es jedoch zu einer schwerwiegenden Komplikation kommen, bei der genau diese Trennung verloren geht: die Symmastie. Das Ergebnis wird umgangssprachlich manchmal als „Uniboob“ oder „Monoboob“ bezeichnet.

Dieser Glossarbeitrag erklärt Ihnen präzise, was eine Symmastie ist, wie sie entsteht und warum ihre Korrektur zu den anspruchsvollsten Eingriffen in der Revisions-Brustchirurgie gehört.

Disclaimer
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  • Dieser Artikel dient der reinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Für die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans ist das Gespräch mit einem qualifizierten Facharzt (Dermatologe, Plastischer Chirurg) unerlässlich.
Foto: Symmastie (Markierung unter der Brust)

Was ist eine Symmastie?

Die Symmastie ist eine seltene Komplikation, die fast ausschließlich nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten auftritt und meist durch die Operation (iatrogen) verursacht wird. Sie bezeichnet einen Zustand, bei dem die Grenze zwischen den beiden Implantattaschen in der Mitte, oberhalb des Brustbeins (Sternum), aufgehoben ist.

Dadurch geht die natürliche Trennung der Brüste verloren, und die Implantate treffen sich in der Mitte, was zu einem unnatürlichen, brückenartigen Aussehen des Dekolletés führt.

Die Ursachen: Wie kommt es zu einer Symmastie?

Die Entstehung einer Symmastie ist ein direktes anatomisches Problem. Das Brustbein (Sternum) bildet die stabile Mittellinie des Brustkorbs. Das darüber liegende Muskel- und Bindegewebe ist normalerweise fest mit dem Knochen verwachsen und fungiert als natürliche, robuste Barriere, die die beiden Brüste voneinander trennt. Eine Symmastie entsteht, wenn diese zentrale Gewebebarriere ihre Integrität verliert.

Die Hauptursachen sind:

  1. Zu große Implantate: Implantate, deren Breite den Brustkorb der Patientin übersteigt, können vermehrten Druck auf die Gewebebarriere zwischen den Brüsten ausüben und diese mit der Zeit schwächen.
  2. Fehlerhafte Operationstechnik: Eine zu aggressive Präparation der Implantattaschen nach innen, bei der die Muskel- und Faszienansätze am Brustbein abgelöst werden, zerstört die natürliche Trennwand.
  3. Anatomische Veranlagung: In sehr seltenen Fällen kann auch eine angeborene Schwäche des Bindegewebes in der Brustmitte die Entstehung begünstigen.

Die Korrektur: Ein anspruchsvoller Revisionseingriff

Die Korrektur einer Symmastie ist komplex und erfordert höchste chirurgische Expertise. Ein einfaches „Wieder-Zunähen“ ist nicht ausreichend. Der Eingriff umfasst in der Regel mehrere Schritte:

  • Entfernung der Implantate: Häufig werden die bestehenden Implantate zunächst entfernt, insbesondere wenn eine starke Symmastie oder eine Verlagerung der Implantate besteht.
  • Rekonstruktion der Mittellinie: Dies ist der entscheidende Schritt. Der Chirurg muss die inneren Ränder der Implantattaschen mit stabilen, oft mehrschichtigen Nähten wieder am Brustbein fixieren. Manchmal wird diese Naht durch spezielles Nahtmaterial oder sogar durch den Einsatz von körpereigenem Gewebe oder künstlichen Matrices (Netzen) verstärkt.
  • Kapselentfernung oder -raffung: Die Implantatkapsel kann im Bereich der Mittellinie entfernt, gerafft oder modifiziert werden, um die neue Trennwand zu stabilisieren.
  • Wahl neuer Implantate: In den meisten Fällen müssen bei der Korrektur kleinere und schmalere Implantate verwendet werden, um den Druck auf die rekonstruierte Mittellinie zu reduzieren.
Grafik: Symmastie vorbeugen

Prävention: Die entscheidende Rolle der Arzt- und Implantatwahl

Die beste Behandlung einer Symmastie ist ihre Vermeidung. Die Prävention liegt größtenteils, aber nicht ausschließlich, in den Händen des Chirurgen; auch individuelle anatomische Gegebenheiten der Patientin spielen eine Rolle.

  • Aufklärung: Realistische Erwartungen und klare Beratung sind grundlegend.
  • Implantatwahl: Implantate müssen exakt zur individuellen Anatomie passen.
  • Operationstechnik: Sorgfältiges, schonendes Arbeiten verhindert Komplikationen.
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Risiken und die Absicherung von Revisionseingriffen

Die Korrektur einer Symmastie stellt einen aufwendigen und kostenintensiven Revisionseingriff dar. Da sie meist als Komplikation einer ästhetischen Operation gilt, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht. Dies unterstreicht die enorme Bedeutung einer Folgekostenversicherung, die vor dem ursprünglichen Eingriff abgeschlossen wird. Sie ist speziell dafür konzipiert, die finanziellen Belastungen von medizinisch notwendigen Behandlungen nach Komplikationen abzudecken.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Symmastie

Ist eine Symmastie gefährlich?
Medizinisch ist sie in der Regel nicht gefährlich für die allgemeine Gesundheit. Sie stellt jedoch eine erhebliche ästhetische und psychische Belastung für die Betroffenen dar und erfordert eine komplexe Korrekturoperation.
Kann sich eine Symmastie von selbst zurückbilden?
Nein. Da es sich um ein strukturelles, anatomisches Problem handelt (eine eingerissene Gewebeschicht), kann sich eine Symmastie niemals von selbst korrigieren.
Wie schnell nach einer Brustvergrößerung kann eine Symmastie auftreten?
Sie kann direkt nach der Operation sichtbar sein, wenn die Gewebetrennung während des Eingriffs verletzt wurde. Sie kann sich aber auch schleichend über Monate oder Jahre entwickeln, wenn der Druck durch zu große Implantate das Gewebe langsam dehnt.
Wer trägt die Kosten für die Korrektur?
Da es sich bei der Symmastie um eine anerkannte, aber in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommene Komplikation handelt, müssen Patientinnen die Kosten für die Korrektur in den meisten Fällen selbst tragen – es sei denn, es liegt ein nachweisbarer Behandlungsfehler vor oder es tritt eine medizinisch notwendige Folgekomplikation auf. Eine Folgekostenversicherung kann für Patientinnen eine sinnvolle finanzielle Absicherung im Falle von Komplikationen wie einer Symmastie bieten.