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Dermolipektomie

Die chirurgische Korrektur der Körperkontur nach massiver Gewichtsabnahme oder bei starker Hauterschlaffung erfordert oft mehr als eine reine Fettabsaugung. In der Plastischen Chirurgie kommt hier das Verfahren der Dermolipektomie zum Einsatz. Dieser Fachbegriff beschreibt einen wesentlichen Bestandteil von Straffungsoperationen, bei denen nicht nur Fett reduziert, sondern die Hautoberfläche aktiv verkürzt wird. In unserem Glossar erfahren Sie, was hinter diesem medizinischen Terminus steckt, wie der Eingriff abläuft und welche Risiken dabei bestehen.

Disclaimer
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  • Die auf dieser Seite bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung. Sie ersetzen keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen qualifizierten Facharzt. Die Entscheidung für eine Dermolipektomie sollte nach einer eingehenden persönlichen Untersuchung und Beratung getroffen werden.
Dermolipektomie

Was ist eine Dermolipektomie?

Die Dermolipektomie (zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern derma für Haut, lipos für Fett und ektome für Ausschneiden) bezeichnet einen chirurgischen Eingriff, bei dem überschüssiges Hautgewebe und das darunterliegende Fettgewebe entfernt werden.

Ziel ist es, die Körperkontur durch die Straffung der verbleibenden Haut deutlich zu verbessern und funktionelle Beschwerden durch Gewebeüberschüsse (wie

Anwendungsbereiche der Dermolipektomie

Das Verfahren wird überall dort eingesetzt, wo die Haut ihre natürliche Elastizität verloren hat und „hängt“. Die bekanntesten Formen sind:

  • Abdominale Dermolipektomie: Bekannt als Bauchdeckenstraffung. Hier wird die sogenannte „Fettschürze“ entfernt.
  • Brachiale Dermolipektomie: Die Straffung der Oberarme (Oberarmstraffung).
  • Crurale Dermolipektomie: Die Straffung der Oberschenkelinnenseiten.
  • Zirkuläre Dermolipektomie: Ein Teil des Bodyliftings, bei dem die Straffung in der Regel zirkulär um den Rumpf herum erfolgt.

Der Unterschied zur Liposuktion (Fettabsaugung)

Häufig verwechseln Patienten die Dermolipektomie mit der klassischen Fettabsaugung. Der Unterschied ist jedoch fundamental:

Liposuktion:
Hier wird Fettgewebe durch feine Kanülen abgesaugt. Die Haut wird dabei nicht entfernt; sie muss sich von selbst zusammenziehen (Schrumpfung). Ist die Haut zu schlaff, bleibt nach einer reinen Absaugung leere, hängende Haut zurück.

Dermolipektomie:
Hier wird die überschüssige Haut mit dem Skalpell weggeschnitten. Es entstehen Narben, dafür wird jedoch ein sofortiger Straffungseffekt erzielt, den eine Absaugung allein nicht leisten kann.

Die Lipodermolipektomie: Das moderne Kombinationsverfahren
In der modernen Chirurgie werden Liposuktion und Dermolipektomie häufig kombiniert; man spricht dann, je nach Region, von einer Lipodermolipektomie bzw. Lipoabdominoplastik. Dabei saugt der Chirurg zuerst das Fettgewebe ab, um die Kontur zu formen und die Blutgefäße zu schonen, und entfernt anschließend den präzise ausgemessenen Hautüberschuss. Dies führt oft zu harmonischeren Ergebnissen und einer sichereren Wundheilung.
Ablauf und Heilungsprozess der Dermolipektomie
  1. Vorbereitung: Der Chirurg zeichnet die zu entfernenden Hautareale am stehenden Patienten exakt an.
  2. Anästhesie: Der Eingriff findet fast immer unter Vollnarkose statt.
  3. Durchführung: Das markierte Gewebe wird entfernt. Falls nötig, werden auch darunterliegende Muskelschichten (z. B. bei der Rektusdiastase am Bauch) gestrafft.
  4. Verschluss: Die Hautränder werden unter einer gewissen Spannung vernäht. Meist werden Drainagen gelegt, um Wundwasser abzuleiten.

Die Heilungsphase nach einer Dermolipektomie ist anspruchsvoll. Patienten müssen für mehrere Wochen spezielle Kompressionswäsche tragen, um das Gewebe zu stützen und die Narbenbildung zu optimieren.

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Wissen tanken?
In unserem Glossar findest du einfache Erklärungen und hilfreiche Infos – kompakt und verständlich aufbereitet.

Risiken und die finanzielle Absicherung durch eine Folgekostenversicherung

Chirurgische Risiken ernst nehmen
Eine Dermolipektomie ist ein großer operativer Eingriff. Aufgrund der oft langen Schnittführungen und der Spannung auf der Naht bestehen spezifische Risiken:

  • Wundheilungsstörungen: Besonders an den Nahtkreuzungspunkten kann die Hautheilung verzögert sein.
  • Serome: Die Ansammlung von Wundwasser in den entstandenen Hohlräumen unter der Haut.
  • Nachblutungen und Infektionen: Allgemeine Risiken jeder Operation.
  • Unschöne Narbenbildung: Aufgrund der Spannung auf der Haut.
Folgekostenversicherung
Sollten solche Komplikationen auftreten, können teure Nachbehandlungen oder Korrekturoperationen notwendig werden. Da die gesetzlichen Krankenkassen bei Komplikationen nach medizinisch nicht indizierten ästhetischen Eingriffen die Versicherten gemäß § 52 Abs. 2 SGB V an den Behandlungskosten beteiligen können, kann eine Folgekostenversicherung eine essenzielle Absicherung für Ihre finanzielle Sicherheit bieten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist eine Dermolipektomie schmerzhaft?
Da der Eingriff unter Vollnarkose erfolgt, spüren Sie während der OP nichts. Danach ist mit Wundschmerzen zu rechnen, die jedoch mit Medikamenten gut einstellbar sind. Das Spannungsgefühl ist in den ersten Tagen deutlich spürbar.
Wann bin ich nach dem Eingriff wieder arbeitsfähig?
Je nach Umfang der Operation sollten Sie mit einer Ausfallzeit von zwei bis vier Wochen rechnen. Körperlich schwere Arbeit und Sport sind meist erst nach sechs bis acht Wochen wieder möglich.
Bleiben große Narben zurück?
Ja, eine Dermolipektomie hinterlässt immer bleibende Narben. Ein erfahrener Chirurg platziert diese jedoch so unauffällig wie möglich, beispielsweise in der Bikinizone oder an den Innenseiten der Gliedmaßen.
Zahlt die Krankenkasse die Dermolipektomie?
In der Regel nur bei einer klaren medizinischen Indikation (z. B. bei chronischen Entzündungen unter einer Fettschürze, die konservativ nicht heilbar sind). Ein rein ästhetischer Wunsch nach Straffung wird üblicherweise nicht übernommen.