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Figurmodelling

Der Weg zur Wunschfigur führt oft über Disziplin, Sport und gesunde Ernährung. Doch manche Fettpolster bleiben hartnäckig, oder die Haut verliert an Straffheit. Hier setzt das Figurmodelling (auch Body Contouring oder Bodyshaping genannt) an. Die moderne ästhetische Medizin bietet heute weit mehr als nur das Skalpell, um die Körperkontur gezielt zu optimieren.

Disclaimer
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  • Die auf dieser Seite bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung. Sie ersetzen keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung. Dense Packing ist ein chirurgischer Grenzbereich, der eine individuelle Eignungsprüfung durch einen Spezialisten erfordert.
Figurmodelling

Definition: Was ist Figurmodelling?

Figurmodelling (Body Contouring) bezeichnet alle ästhetisch-medizinischen Verfahren, die darauf abzielen, die Silhouette des Körpers zu verbessern, Proportionen zu harmonisieren und gezielte Problemzonen zu behandeln.

Das Ziel ist nicht die Gewichtsabnahme (Adipositas-Behandlung), sondern die Feinmodellierung von Körperarealen wie Bauch, Hüften, Oberschenkeln oder Oberarmen durch Fettreduktion, Hautstraffung oder Muskelaufbau.

Nicht-invasive Methoden: Formen ohne OP

Für Patienten, die Ausfallzeiten und Narkoserisiken scheuen, haben sich innovative Technologien etabliert, die Fettzellen von außen zerstören oder Muskeln stimulieren.

Kryolipolyse (Kälte):
Bekannt als „Fettvereisung“. Applikatoren kühlen das Fettgewebe kontrolliert auf bis zu -11 °C herunter. Die kälteempfindlichen Fettzellen sterben ab (Apoptose) und werden über Wochen vom Körper abgebaut.

  • Ideal für: Hartnäckige, kleine Fettdepots (z. B. Love Handles)./li>

Injektionslipolyse (Fett-weg-Spritze):
Ein Wirkstoff (meist Phosphatidylcholin, häufig aus Soja gewonnen, oft in Kombination mit Desoxycholsäure) wird direkt in das Fettpolster gespritzt und führt dort zur Auflösung der Fettzellen; in Deutschland erfolgt diese Anwendung in der Regel im Off‑label‑Use.

  • Ideal für: Kleines Doppelkinn, Hamsterbäckchen.

Radiofrequenz & Ultraschall (Wärme):
Energie wird in die Tiefe geleitet, um Fettzellen zu erhitzen und gleichzeitig die Kollagenfasern zur Hautstraffung anzuregen.

  • Ideal für: Cellulite-Behandlung und schlaffes Gewebe.

EMS / Magnetfeld-Therapie (Muskelaufbau):
Hochintensive elektromagnetische Impulse zwingen den Muskel zu tausenden Kontraktionen in wenigen Minuten. Dies baut Muskeln auf und verbrennt Fett.

  • Ideal für: Definition von Bauchmuskeln oder Po-Lifting.
fFgurmodelling ohne OP: Die vier Methoden

Invasive Methoden: Der chirurgische Weg

Wenn größere Mengen Fett entfernt oder starke Hautüberschüsse gestrafft werden müssen, sind operative Eingriffe oft alternativlos.

Liposuktion (Fettabsaugung):
Die präferierte Methode für präzises Body Contouring. Über kleine Schnitte werden Kanülen eingeführt, die das Fett absaugen. Moderne Verfahren (z. B. Wasserstrahl- oder Laser-assistiert) sind gewebeschonend.

Straffungsoperationen:
Nach massivem Gewichtsverlust kann eine Bauchdecken-, Oberarm- oder Oberschenkelstraffung notwendig sein, um überschüssige Haut zu entfernen.

Vergleich: Welche Methode passt zu mir?

Merkmal Nicht-invasiv (z. B. Kryolipolyse) Invasiv (z. B. Liposuktion)
Ziel Kleine Korrekturen, Feinschliff Deutliche Formveränderung
Narkose Keine Dämmerschlaf oder Vollnarkose
Ausfallzeit Sofort gesellschaftsfähig Mehrere Tage bis Wochen
Ergebnis Sichtbar nach 2–3 Monaten Sofort sichtbar (nach Abschwellen)
Risiken Gering (Rötung, Taubheit) Mittel (OP-Risiken, Dellen)

Risiken und Sicherheit beim Figurmodelling

Auch „sanfte“ Methoden sind medizinische Eingriffe, die in den Stoffwechsel oder die Struktur des Körpers eingreifen. Neben den spezifischen Risiken einzelner Verfahren (wie der paradoxen Fettvermehrung bei der Kryolipolyse) gibt es allgemeine Komplikationen, die auftreten können.

Zu den möglichen Risiken gehören unter anderem:

  • Hämatome (Blutergüsse) und starke Schwellungen
  • Wundheilungsstörungen und Infektionen (insbesondere bei invasiven Eingriffen)
  • Dellenbildung, Asymmetrien oder Unregelmäßigkeiten der Hautoberfläche
  • Vorübergehende oder dauerhafte Gefühlsstörungen (Taubheitsgefühl)
  • Pigmentverschiebungen (Verfärbung der Haut)
  • Serome (Ansammlung von Wundflüssigkeit)
  • Nekrosen (Absterben von Gewebe, selten)
  • Thrombose- und Embolierisiko (bei operativen Eingriffen)
  • Allergische Reaktionen auf Betäubungsmittel oder Materialien
  • Paradoxe Adipöse Hyperplasie (PAH) (seltene Fettvermehrung bei Kältebehandlungen)
Sicherheit geht vor:

Wählen Sie für jede Art des Figurmodellings – ob mit Kälte oder Skalpell – immer einen qualifizierten Facharzt. Sollten nach einem invasiven Eingriff Komplikationen auftreten, kann Sie eine Folgekostenversicherung vor unerwarteten finanziellen Belastungen durch notwendige Korrekturbehandlungen schützen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist das Ergebnis von Figurmodelling dauerhaft?
Grundsätzlich ja: Die entfernten oder zerstörten Fettzellen bilden sich in der Regel nicht neu, allerdings können sich die verbleibenden Fettzellen bei Gewichtszunahme wieder vergrößern, sodass sich das sichtbare Ergebnis verändern kann.
Kann ich mit Body Contouring abnehmen?
Nein. Diese Verfahren dienen der Formung, nicht der Gewichtsreduktion. Sie sind ideal für Patienten mit Normalgewicht und lokalen Problemzonen.
Tut die Behandlung weh?
Nicht-invasive Verfahren sind meist schmerzarm (Kälte- oder Wärmegefühl). Operative Eingriffe werden unter Narkose durchgeführt, danach kann ein Muskelkater-ähnlicher Schmerz auftreten.