Po-Augmentation (Glutealaugmentation): Ein Überblick über BBL und Implantate
Ein wohlgeformtes, rundes und straffes Gesäß steht für viele Menschen für eine attraktive und jugendliche Körpersilhouette. Wenn die gewünschte Form durch Training oder Veranlagung nicht erreichbar ist, bietet die moderne plastische Chirurgie unter dem Begriff Po-Augmentation oder Glutealaugmentation verschiedene Möglichkeiten, das Volumen und die Kontur des Gesäßes dauerhaft zu verändern.
Dieser Artikel gibt Ihnen einen klaren und umfassenden Überblick über die beiden wichtigsten chirurgischen Methoden zur Po-Augmentation: den Brazilian Butt Lift (BBL) mit Eigenfett und die Vergrößerung mit Implantaten.
Was ist Po-Augmentation (Glutealaugmentation)?
Ein Pico Laser ist ein Laser-System, das Lichtenergie in extrem kurzen Impulsen abgibt, die nur eine Pikosekunde (ein Billionstel einer Sekunde) andauern.
Diese ultrakurze Pulsdauer ist der entscheidende Unterschied zu älteren Lasern (wie Nanosekunden-Lasern) und ermöglicht einen neuartigen Wirkmechanismus, der die Zielstrukturen in der Haut effektiver und schonender zerstört.
1. Brazilian Butt Lift (BBL) mit Eigenfett: Hierbei wird körpereigenes Fett zur Modellierung und zum Volumenaufbau genutzt.
2. Po-Vergrößerung mit Implantaten: Hierbei werden Formkörper aus Silikon zur Erzeugung von starker Projektion und Rundung eingesetzt.
Der große Vergleich: Eigenfett (BBL) vs. Implantate
| Kriterium | Brazilian Butt Lift (BBL) | Po-Implantate |
|---|---|---|
| Material | Körpereigenes Fettgewebe | Feste Silikonimplantate |
| Ergebnis | Natürlich, weich, formend | Markant, rund, starke Projektion |
| Ideal für… | Personen mit ausreichend Spenderfett, Wunsch nach natürlicher Formung | Sehr schlanke Personen ohne Spenderfett, Wunsch nach maximalem Volumen |
| Zusatzeffekt | Körperkonturierung durch Fettabsaugung an anderer Stelle | Kein Zusatzeffekt |
| Narben | Nur kleine Einstichstellen der Liposuktion | Längere Narbe in der Gesäßfalte |
| Hauptrisiko | Fettembolie, ungleichmäßige Anwuchsrate | Implantat-Verschiebung, Kapselfibrose, Infektion |
| Haltbarkeit | Langanhaltend bis dauerhaft (angewachsenes Fett) | Langanhaltend, Implantatwechsel evtl. nach 15–20 Jahren |
Der BBL ist aktuell die populärste Methode zur Po-Augmentation und besteht aus zwei Schritten:
- Ablauf: Zuerst wird mittels einer Liposuktion Fettgewebe an anderen Körperstellen (z. B. Bauch, Hüften, Rücken) entnommen. Dieses Fett wird speziell aufbereitet und gereinigt. Anschließend injiziert der Chirurg das gewonnene Eigenfett mit feinen Kanülen gezielt in verschiedene Schichten des Unterhautfettgewebes am Gesäß, um die gewünschte Form und Rundung zu modellieren.
- Ergebnis & Haltbarkeit: Das Ergebnis wirkt und fühlt sich sehr natürlich an. Ein Teil der transplantierten Fettzellen (meist 50–70%) wächst dauerhaft ein, der Rest wird vom Körper abgebaut. Das Endergebnis ist nach einigen Monaten sichtbar.
2. Die Po-Vergrößerung mit Implantaten
Diese Methode ist ideal für sehr schlanke Patientinnen ohne ausreichende Fettdepots oder bei dem Wunsch nach einer sehr deutlichen, runden Projektion.
- Ablauf: Über einen unauffälligen Schnitt in der Gesäßfalte schafft der Chirurg eine Tasche für das Implantat. Um ein natürliches Ergebnis zu erzielen und das Implantat gut zu schützen, wird es in der Regel in den großen Gesäßmuskel (Musculus gluteus maximus) oder über dem Muskel (subfascial/subkutan) platziert. Die Platzierung unter (submuskulär) ist bei Glutealimplantaten nicht gängig.
- Ergebnis & Haltbarkeit: Das Ergebnis ist eine sofort sichtbare, deutliche Vergrößerung und Rundung. Moderne Po-Implantate sind sehr langlebig, müssen aber eventuell nach 15–20 Jahren ausgetauscht werden.
Die entscheidende Rolle der Expertise und die Absicherung von Risiken
Die Po-Augmentation, insbesondere die BBL OP, ist ein technisch anspruchsvoller Eingriff, der nur von einem nachweislich erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt werden sollte. Die Risiken sind signifikant:
- Beim BBL ist die schwerwiegendste, wenn auch seltene Komplikation die Fettembolie, bei der Fett versehentlich in ein Blutgefäß gelangt und beispielsweise in die Lunge oder andere Organe eingeschwemmt wird.
- Bei Implantaten sind die Hauptrisiken das Verrutschen (Dislokation), die sichtbare Implantatkante, Wundheilungsstörungen oder eine Kapselfibrose.
Da es sich um ästhetische Eingriffe handelt, werden die Kosten für die Behandlung von Komplikationen oder für notwendige Revisionseingriffe nicht von der Krankenkasse übernommen. Eine Folgekostenversicherung, die vor dem Eingriff abgeschlossen wird, ist daher eine essenzielle Absicherung gegen diese hohen finanziellen Risiken.